Kontaktlinsen Lexikon

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A

Ablagerungen

Stoffe oder Partikel, welche sich auf der Außen- oder Innenseite der Kontaktlinse ablagern können. Dies können Proteine, Eiweiße, Fette, Schleimstoffe, Schminke, Staub oder Nikotin sein.

Achse

Die Achse gibt an, in welchem Winkel sich die Hornhaut verkrümmt hat. Diese Angabe erfolgt in Grad und unter dem Buchstaben „A“ auf dem Brillen- oder Kontaktlinsenpass.

Addition

Die Addition wird bei Mehrstärkenbrillen und Multifokallinsen benötigt und gibt an, wie hoch der Nahzusatz ausfällt. Sie wird auf Brillen- und Kontaktlinsenpässen mit „ADD“ angegeben.

All-in-One-Lösung

Kontaktlinsenflüssigkeit, die das Reinigen der Linsen in einem Arbeitsschritt ermöglicht. Die Lösung kann als Reinigungslösung und Aufbewahrungslösung eingesetzt werden. 

 

Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit oder auch Presbyopie tritt etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr auf. Das Auge kann sich nicht mehr so gut an unterschiedliche Entfernungen anpassen. Dadurch fällt das Sehen in der Nähe schwerer.

Astigmatismus

Astigmatismus oder auch Hornhautverkrümmung ist eine Fehlsichtigkeit, die uns Gegenstände nur verzerrt wahrnehmen lässt. Die Korrektur verlangt nach torischen Brillengläsern oder Kontaktlinsen.

 

Ausgetrocknete Kontaktlinsen

Kontaktlinsen trocknen aus, wenn sie zu wenig Feuchtigkeit aus der Tränenflüssigkeit ziehen können. Sie fühlen sich dann sehr unangenehm auf dem Auge an und büßen an Sehleistung ein.


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B

Basiskurve

Wichtiger Wert bei der Kontaktlinsenanpassung. Er gibt die Krümmung der Kontaktlinse an. Abgekürzt wird die Angabe mit „BC“.

Bifokallinsen

Bifocal- oder auch Multifokallinsen sind Mehrstärkenkontaktlinsen, die bei einer Alterssichtigkeit das Sehen in der Ferne und in der Nähe ermöglichen. Sie sind ähnlich aufgebaut wie ein Gleitsichtglas.

Brennweite

Die Brennweite ist der Abstand zwischen der Linse und dem Brennpunkt der Linse. Dieser liegt besonders bei höheren sphärischen Werten recht weit auseinander und kann für ein eingeschränktes Sichtfeld sorgen.

Brille

Ein Gestell mit zwei Gläsern bezeichnet man als Brille. Sie wird zum Schutz der Augen oder zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten verwendet.


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C

Cornea

Cornea ist der lateinische Begriff für Hornhaut.


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D

Dauerlinsen

Kontaktlinsen, die aufgrund ihres sehr hohen Sauerstoffgehaltes über einen langen Zeitraum durchgängig getragen werden können. In der Regel sind dies 30 Tage.

Dioptrie

Dioptrie ist die Maßeinheit, die den Brechwert des Auges angibt. Der Wert wird in „dpt“ angegeben und hat die Vorzeichen „+“ oder „-“.

DK-Wert

Gibt die Sauerstoffdurchlässigkeit einer Kontaktlinse an. Je höher dieser ist, umso besser kann das Auge atmen und mit Nährstoffen versorgt werden.

Durchmesser

Beschreibt die Größe der Kontaktlinse die sie haben muss, damit diese optimal auf dem Auge sitzt. Der Durchmesser wird immer in „mm“ angegeben.


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E

Effektlinsen

Kontaktlinsen, welche die Augenfarbe verändern. Die dafür benötigten Farbpigmente sind im Material der Kontaktlinsen integriert und können sich nicht von der Linse ablösen.

Eingewöhnungszeit

Zeitrahmen, der für das Gewöhnen an die Kontaktlinsen benötigt wird. Der Zeitrahmen kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Wochen betragen.

Einsetzhilfe

Hohlsauger für harte wie auch weiche Kontaktlinsen werden als Einsatzhilfe bezeichnet. Sie ermöglichen es auch ungeübten Kontaktlinsenträgern, die Linsen ohne große Mühen auf das Auge zu setzen.

Einweglinsen

In der Regel werden Tageslinsen als Einweglinsen bezeichnet. Sie werden einmalig getragen und verlangen daher nicht nach einem Pflegemittel oder einem Aufbewahrungsbehälter.

Emmetropie

Emmetropie ist der Zustand, der durch das Tragen der Brille hergestellt werden soll. Er bedeutet übersetzt „richtig sehen“ und beschreibt somit den Normalzustand.


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F

Farblinsen

Weiche Kontaktlinsen, die die Augenfarbe hervorheben oder komplett verändern. Farblinsen werden in den unterschiedlichsten Farbtönen angeboten.

 

Fehlsichtigkeit

Fehlerhafte Abweichung der Bildlage von der Norm. Daraus entsteht eine verminderte Sehleistung, die auch als Ametropie bezeichnet wird.

Formstabile Kontaktlinsen

Kontaktlinsen aus einem festen Material, das hohe optische Eigenschaften mit sich bringt und daher eine sehr gute Sehleistung und eine hohe Haltbarkeit verspricht. Formstabile oder auch harte Kontaktlinsen verlangen nach einer besonderen Anpassung.

 


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G

Gleitsichtkontaktlinsen

Mehrstärkenkontaktlinsen, die das Sehen in der Ferne und in der Nähe übergangslos ermöglichen.

 


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H

Harte Kontaktlinsen

Harte oder auch formstabile Kontaktlinsen sind ein Garant für sehr gute Sehergebnisse und haben eine besonders gute Haltbarkeit. Zudem eignen sich sich hervorragend für Menschen mit empfindlichen Augen und für Allergiker.

 

Hornhaut

Teil der äußeren Hülle des Auges. Die Hornhaut oder auch Cornea trägt zur Stabilität des Auges bei. Sie hat einen großen Anteil an der Strahlenbrechung und gehört somit zum optischen Abbildungsapparat.

Hornhautverkrümmung

Die Hornhautverkrümmung ist eine Fehlsichtigkeit des Auges und bedarf einer Korrektur. Der Betroffene kann durch die Verkrümmung Gegenstände nur noch verzerrt wahrnehmen.

Hyaluronat

Kommt zur Benetzung von Kontaktlinsen bei trockenen Augen zum Einsatz. Es bindet in kürzester Zeit hohe Mengen an Wasser kann dadurch die trockenen Augen damit versorgen.

 

Hydrophile Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen, welche die Tränenflüssigkeit in großen Mengen aufnehmen und speichern können. Diese Kontaktlinsenart ist besonders beliebt bei Menschen mit trockenen Augen.

Hyperopie

Hyperopie ist der Fachbegriff für Weitsichtigkeit. Betroffene können Gegenstände nicht gut erkennen, die sich auf kurzer Distanz vor ihnen befinden.

Hypoxie

Mangelversorgung der Hornhaut mit Sauerstoff.


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I

Iris

Teil des Auges, das den Lichteinfall regelt. Dies funktioniert über die Pupille, die sich durch die Iris weiten und verengen kann.

Isotonisch

Hoch dosierte Flüssigkeit, die eine hohe Anzahl von wichtigen Nährstoffen für das Auge enthält.


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J

Jahreslinsen

Jahreslinsen sind eine Art der Kontaktlinsen, die eine Mindesttragezeit von einem Jahr haben und aus einem weichen oder formstabilen Material bestehen können.

 


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K

Kontaktlinsen

Optisches Mittel zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, das direkt auf das Auge beziehungsweise die Hornhaut des Auges aufgesetzt wird.

 

Krümmungsradius

Der Krümmungsradius gibt die Krümmung der Linsenform an. Er wird mit Hilfe der Basiskurve ausgedrückt. Je kleiner der Krümmungsradius, desto stärker fällt die Krümmung der Linse aus.

Kurzsichtigkeit

Axialer Bildlagefehler, der zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten zählt. Bei der Kurzsichtigkeit oder auch Myopie liegt der Brennpunkt immer vor der Netzhaut des Auges.


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L

Lichtbrechung

Tritt Licht von Luft in einen durchsichtigen Gegenstand über, wird es gebrochen. Der Brechungswinkel hängt dabei vom Einfallswinkel ab.


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M

Mehrstärkenkontaktlinsen

Kontaktlinsen, mit denen mehr als nur eine Fehlsichtigkeit korrigiert werden kann. Die Übergänge von der Ferne in die Nähe sind dabei fließend.

 

Monatslinsen

Weiche Kontaktlinsen, die eine Tragezeit von 30 Tagen haben. Danach sind sie nicht mehr einsetzbar, da die optischen Merkmale deutlich nachlassen.

 

Motivlinsen

Farbige weiche Kontaktlinsen, auf denen ein Motiv aufgedruckt wurde. Möglich sind Flammen, Katzenaugen oder die unterschiedlichsten Muster und Symbole.

Multifokale Kontaktlinsen

Kontaktlinsen, die ein stufenloses Sehen auf allen Distanzen ermöglichen.

 

Mydriasis

Begriff aus der Medizin für die Erweiterung der Pupille durch die Kontraktion eines Muskels, der radiär angeordnet ist. Wird mitunter benötigt, damit der Augenarzt mit Hilfe einer Untersuchung den Augenhintergrund beurteilen kann.

Myopie

Bezeichnet die zu lange Baulänge des Auges oder die zu hohe Brechkraft der Augenlinse. Bei einer Myopie oder Kurzsichtigkeit liegt der Brennpunkt des Auges vor dem Auge.


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N

Nachbenetzung

Versorgung des Augen mit einer nährstoffreichen Flüssigkeit, um das Trockenheitsgefühl beim Tragen von Kontaktlinsen zu verringern.

 

Netzhaut

Schicht des Auges mit hoch spezialisiertem Nervengewebe, die sich im hinteren Innenteil des Auges befindet. Dort wird das auftreffende Licht in Nervenimpulse verwandelt, was das Sehen möglich macht.

Normalsichtigkeit

Das Auge ermöglicht ein Sehen ohne Fehlsichtigkeiten und somit ohne Korrektur. Der Fachbegriff hierfür ist Emmetropie. Liegen Fehlsichtigkeiten vor, so wird dieser Zustand durch das Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen künstlich hergestellt.


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O

Objektive Refraktion

Sehstärkenbestimmung mit Hilfe eines Autorefraktometers. Der Patient muss hierfür nicht selbständig entscheiden, ob er etwas scharf oder unscharf sieht, sondern das Gerät übernimmt diese Entscheidung.

Optiker

Spezialist rund um das gute Sehen.

 


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P

Peroxidsysteme

Pflegemittel zur Reinigung von Kontaktlinsen. Enthält keine Konservierungsstoffe und hat eine desinfizierende Wirkung. Deshalb wird es gerne bei Jahreslinsen verwandt.

 

Pflegemittel

Lösungen zur Pflege der Kontaktlinsen, die jeweils auf die Linsenart und den Linsentyp abgestimmt sind.

 

Presbyopie

Altersbedingtes Nachlassen der Anpassungsfähigkeit des Auges an unterschiedliche Entfernungen.

Probelinsen

Probelinsen sind in der Regel kostenlose Kontaktlinsen, die der Augenoptiker oder der Augenarzt für die Ermittlung der richtigen Linsenart und Linsengröße am Kunden verwendet.

Proteine

Makromoleküle, die sich auf der Oberfläche von Kontaktlinsen festsetzen können und dadurch das Sehen beeinträchtigen und den Tragekomfort der Linsen mindern.


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R

Radius

Anderer Ausdruck für Basiskurve, die die Krümmung einer Kontaktlinse angibt. Kontaktlinsen werden mit unterschiedlichsten Basiskurven angeboten.

Refraktion

Ermittlung der benötigten Korrektionswerte bei einer Fehlsichtigkeit, die von einem Augenarzt oder einem Augenoptiker durchgeführt wird. Die ermittelten Daten werden dann für die Herstellung einer Brille oder die Anpassung von Kontaktlinsen benötigt.


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S

Sehhilfe

Optisches Instrument zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Dies können Brillen in unterschiedlichsten Ausführungen oder Kontaktlinsen sein.

Silikon-Hydrogel

Neueste Innovation im Bereich der Kontaktlinsen. Das Material ist hochgradig sauerstoffdurchlässig und ermöglicht dadurch dem Auge, auch während des Tragens von Kontaktlinsen genügend Nährstoffe aufzunehmen.

Sphäre (SPH)

Lateinischer Begriff für Kugelförmig. Die Sphäre bezieht sich auf die Krümmung der Brillengläser oder der Kontaktlinsen, die benötigt wird, um eine Normalsichtigkeit herzustellen.

Stabsichtigkeit

Fachbegriff für Hornhautkrümmung, die durch unterschiedliche Brechwerte in den verschiedenen Meridianebenen zustande kommt.


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T

Tageslinsen

Kontaktlinsen, die lediglich einen Tag getragen werden können und daher kein Pflegemittel benötigen. Es handelt sich hierbei immer um weiche Kontaktlinsen.

 

Torische Linsen

Kontaktlinsen, die eine Hornhautverkrümmung ausgleichen. Die Korrektur der Weit- oder Kurzsichtigkeit wird dabei nicht vernachlässigt.

 

Tränenflüssigkeit

Flüssigkeit die sich um das Auge herum bildet und dieses feucht und sauber hält.


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U

UV-Blocker

Schutz gegen schädliche UV-Strahlen, der sich auf jedem hochwertigen Brillenglas befindet. Auch viele Kontaktlinsenarten werden inzwischen mit einem UV-Blocker angeboten.


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W

Wassergehalt

Der Wassergehalt einer Kontaktlinse ist für die Versorgung des Auges mit Sauerstoff sehr wichtig. Er liegt in der Regel zwischen 50 und 75%.

Weiche Kontaktlinsen

Kunststofflinsen aus hochflexiblem Material, welche zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten eingesetzt werden können.

 

Weitsichtigkeit

Axialer Bildlagefehler, bei dem sich der Brennpunkt des Auges hinter der Netzhaut befindet. Der Betroffene sieht in der Nähe unscharf.

Wochenlinsen

Kontaktlinsen, die eine Tragezeit von maximal 7 Tagen haben. Es handelt sich immer um weiche Kontaktlinsen, die wegen der kurzen Tragezeit nur eine einfache Pflege benötigen.

 


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Z

Zylinder (CYL)

Wert, der für die Korrektur eines Astigmatismus benötigt und in Brillengläser oder Kontaktlinsen eingearbeitet wird, um eine Normalsichtigkeit erzeugen zu können.

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