Die Pflege von harten Kontaktlinsen

Spezielle Lösung für harte KontaktlinsenAls Linsenträger wurde man beim Erstkauf sicherlich vor die Wahl gestellt, ob man weiche Kontaktlinsen oder harte (formstabile) Kontaktlinsen haben möchte. Meist beantwortet sich diese Frage von ganz alleine, da der Linsentyp sich immer an der Fehlsichtigkeit und der Beschaffenheit der Augen orientiert. Ist die Wahl auf harte Linsen gefallen, so muss bei der Pflege einiges beachtet werden.

So gibt es spezielle Reiniger, die auf die Bedürfnisse von harten Kontaktlinsen abgestimmt sind. Der bekannteste von ihnen ist von Bausch&Lomb und nennt sich Boston Advance. Ein Pflegesystem besteht in der Regel aus zwei Lösungen, die mitunter auch mit Proteinreiniger-Tabletten ergänzt werden können. Und so erhält man einen klassischen Intensivreiniger, eine Aufbewahrungslösung und eine Nachbenetzungslösung. Während man die Kontaktlinsen mit Hilfe des Reinigers von Schmutz und Ablagerungen befreit, ist die Aufbewahrungslösung – wie der Name es bereits erahnen lässt – für die Lagerung der Kontaktlinsen zuständig. Die Proteinentfernung kommt hingegen nur dann zum Einsatz, wenn sich auf den Linsen schnell Ablagerungen ansammeln. Passieren kann dies unter anderem, wenn man bestimmte Medikamente oder Augentropfen verwenden muss. Nur in dieser Kombination der Pflegemittel erreicht man hygienisch saubere Kontaktlinsen, an denen man mitunter mehrere Jahre Freude haben kann. Denn anders als weiche Kontaktlinsen ist die Haltbarkeit der harten Linsen deutlich höher.

Die Aufbewahrung

Ähnlich wie beim Reiniger gibt es für harte Linsen auch einen speziellen Kontaktlinsenbehälter, indem die Linsen sicher aufbewahrt werden können. Dieser besteht aus zwei Kammern, die deutlich kleiner sind als bei den Behältern, die für weiche Linsen verwendet werden. Man benötigt somit auch weniger Reinigungsflüssigkeit, was sich am Ende des Monats auch im Geldbeutel bemerkbar macht.
 





In den zwei Kammern befindet sich jeweils eine flexible Klammer, in die die Kontaktlinse „eingeklemmt“ wird. Sie schwimmt somit nicht in der Flüssigkeit und kann sehr leicht für das Einsetzen entnommen werden. Die Behälter sind auslaufsicher, sodass ein Transport ohne weiteres möglich ist. Ausgetauscht werden sollte er alle drei Monate, damit sich im Behälter keine Ablagerungen und Bakterien ansammeln können, die eventuell auf die Kontaktlinsen übergehen. Zudem wird der Kontaktlinsenbehälter aus Kunststoff gefertigt. Durch das stetige auf – und zudrehen der Deckel kann sich das einfache Gewinde abnutzen und die Dichtheit des Behälters kann nicht mehr garantiert werden.